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3. Dekubitusprophylaxe
Damit sind alle Maßnahmen
gemeint, die zur Vorbeugung eines Dekubitus
geeignet sind.
1.
Risikoeinschätzung
Es ist zunächst wichtig, das
Dekubitusrisiko eines Patienten
richtig einzuschätzen.
Bei Menschen, die längere
Zeit bettlägerig sind und deren Wahrnehmungsvermögen und Schmerzempfinden
vermindert ist, ist der Dekubitus
ein Problem. Reibung und Reizung durch rauhe Unterlagen, Falten in der
Bettwäsche und Bekleidung können dazu führen.
2.
Bewegungsunterstützung
Die
Mobilität stellt eine der wichtigsten prophylaktischen Maßnahmen dar. Ist der
Mensch nicht mehr in der Lage, seine Position zu verändern, so leidet das Wohlbefinden,
die Psyche und das Dekubitusrisiko
steigt.
Eine
geeignete Maßnahme ist die Mobilisierung.
Zu
dieser Mobilisierung gehören
1.
die richtige
Lagerung :
Ziel einer gewebeschonenden Lagerung ist es,
den Patienten in eine Position zu
bringen, in der die gefährdeten Körperstellen
relativ druckunbelastet bleiben.
Es muss eine Weichlagerung erfolgen und evtl.
Spezialmatratzen oder – betten
verwendet werden. Die Weichlagerung kann z. Bsp. durch ein Schaffell unterstützt
werden.
Der Patient sollte auch zweistündig nach
Lagerungsplan ( Rückenlage,
Seitenlage 30% re., evtl. Bauchlage,
Seitenlage 30% li. Rückenlage usw. )
umgelagert werden.
Patienten im Rollstuhl
sollten auch dann, wenn sie ein druckminderndes Kissen benutzen, alle 5 bis 10
Minuten die Lage verändern können.
2.
die Durchführung
von Bewegungsübungen
Hier
ist die Konsequenz der Durchführung von
Bewegungsübungen sehr wichtig. Art und Weise der Übungen richten sich
nach der körperlichen Konstitution des Patienten. Es sollte auch über den
Einsatz von Mobilitätshilfen wie z. Bsp. ein Stock o. ä. entschieden werden.
Auch einfache Übungen wie z. Bsp. das Aufsetzen am Bettrand, Gehen im
Krankenzimmer usw. sollten durchgeführt werden.
3.
geistige
Förderung des Patienten
Das
geistige Wohl des Patienten hängt ebenfalls mit seiner Mobilität zusammen. Man
sollte jegliche Art geistiger Beschäftigung unterstützen. Dazu gehört etwa die Beschäftigung
mit Hobbies, Spazieren gehen, wenn möglich, auch Fernsehen, Zeitung lesen. Bei
Lese –und Hörschwächen kann vorgelesen werden usw.
4.
MiS
Micro-Stimulation
Problematisch
ist, dass die Patienten oft nicht in der Lage sind, sich zu bewegen oder sie
wollen es nicht. Schuld daran ist eine gewisse Reizarmut, die zu einer
Körperbildstörung führen kann.
Die
Micro-Stimulation versucht, die Gedanken und Ziele zur Dekubitusprophylaxe umzusetzen. MiS Micro Stimulation bedeutet
durch Berührung die Bewegungen wiederherzustellen und damit wieder das
Körperbild des Patienten zu entwickeln. Die Eigenbewegung wird gefördert, das
Gewebe durchblutet, so dass das Auftreten von Druck verhindert wird.
3.
Dekubitusprophylaxe – Hilfsmittel
Zur
Unterstützung der prophylaktischen Maßnahmen sollten Antidekubitusmittel zum Einsatz kommen. Das Angebot reicht hier von
einfachen Lagerungskissen bis zu teuren Spezialbetten. Alle haben ein Ziel
gemeinsam, nämlich die Verringerung des Drucks
auf die betreffenden Hautpartien. Daneben gibt es auch medikamentöse Hilfsmittel.
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