Wednesday, 8. February 2012
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Dekubitus Prophylaxe PDF Drucken E-Mail


3. Dekubitusprophylaxe

Damit sind alle Maßnahmen gemeint, die zur Vorbeugung eines Dekubitus geeignet sind.

 

1.    Risikoeinschätzung

Es ist zunächst wichtig, das Dekubitusrisiko eines Patienten richtig einzuschätzen.

Bei Menschen, die längere Zeit bettlägerig sind und deren Wahrnehmungsvermögen und Schmerzempfinden vermindert ist, ist der Dekubitus ein Problem. Reibung und Reizung durch rauhe Unterlagen, Falten in der Bettwäsche und Bekleidung können dazu führen.

 

2.    Bewegungsunterstützung

Die Mobilität stellt eine der wichtigsten prophylaktischen Maßnahmen dar. Ist der Mensch nicht mehr in der Lage, seine Position zu verändern, so leidet das Wohlbefinden, die Psyche und das Dekubitusrisiko steigt.

Eine geeignete Maßnahme ist die Mobilisierung.

Zu dieser Mobilisierung gehören

 

1.      die richtige Lagerung :

Ziel einer gewebeschonenden Lagerung ist es, den Patienten in eine Position zu 
bringen, in der die gefährdeten Körperstellen relativ druckunbelastet bleiben.

Es muss eine Weichlagerung erfolgen und evtl. Spezialmatratzen oder – betten  
verwendet werden. Die Weichlagerung  kann z. Bsp. durch ein Schaffell unterstützt
werden.

Der Patient sollte auch zweistündig nach Lagerungsplan ( Rückenlage,
Seitenlage 30% re., evtl. Bauchlage, Seitenlage 30% li. Rückenlage usw. ) 
umgelagert werden.

Patienten im Rollstuhl sollten auch dann, wenn sie ein druckminderndes Kissen benutzen, alle 5 bis 10 Minuten die Lage verändern können.

 

2.      die Durchführung von Bewegungsübungen

Hier ist die Konsequenz der Durchführung von  Bewegungsübungen sehr wichtig. Art und Weise der Übungen richten sich nach der körperlichen Konstitution des Patienten. Es sollte auch über den Einsatz von Mobilitätshilfen wie z. Bsp. ein Stock o. ä. entschieden werden. Auch einfache Übungen wie z. Bsp. das Aufsetzen am Bettrand, Gehen im Krankenzimmer usw. sollten durchgeführt werden.

 

3.      geistige Förderung des Patienten

Das geistige Wohl des Patienten hängt ebenfalls mit seiner Mobilität zusammen. Man sollte jegliche Art geistiger Beschäftigung unterstützen. Dazu gehört etwa die Beschäftigung mit Hobbies, Spazieren gehen, wenn möglich, auch Fernsehen, Zeitung lesen. Bei Lese –und Hörschwächen kann vorgelesen werden usw.  

 

4.      MiS Micro-Stimulation
 
Problematisch ist, dass die Patienten oft nicht in der Lage sind, sich zu bewegen oder sie wollen es nicht. Schuld daran ist eine gewisse Reizarmut, die zu einer Körperbildstörung führen kann.

Die Micro-Stimulation versucht, die Gedanken und Ziele zur Dekubitusprophylaxe umzusetzen. MiS Micro Stimulation bedeutet durch Berührung die Bewegungen wiederherzustellen und damit wieder das Körperbild des Patienten zu entwickeln. Die Eigenbewegung wird gefördert, das Gewebe durchblutet, so dass das Auftreten von Druck verhindert wird.


3.    Dekubitusprophylaxe – Hilfsmittel

Zur Unterstützung der prophylaktischen Maßnahmen sollten Antidekubitusmittel zum Einsatz kommen. Das Angebot reicht hier von einfachen Lagerungskissen bis zu teuren Spezialbetten. Alle haben ein Ziel gemeinsam, nämlich die Verringerung des Drucks auf die betreffenden Hautpartien. Daneben gibt es auch medikamentöse Hilfsmittel.



 

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