Thursday, 17. May 2012
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Dekubitus Prophylaxe PDF Drucken E-Mail


4.    Dekubitusprophylaxe – Hautpflege

Die Hautpflege ist ein wichtiger weiterer Bestandteil der Dekubitusprophylaxe. Wichtig ist, die Haut mindestens einmal täglich genau zu untersuchen, weil sich schwere Gewebeschäden innerhalb kurzer Zeit bilden können. Ziel der Hautpflege ist eine intakte Haut, da vorgeschädigte Haut das Dekubitusrisiko erheblich erhöht.

Die Haut sollte sauber und trocken gehalten werden.

Grundsätzlich greift der Wasserkontakt den natürlichen Schutz der Haut an. Deshalb sollte die Pflegeperson genau abwägen wie und ob der Patient gewaschen werden soll. Die Waschung sollte ausschließlich unter dem Reinigungsaspekt gesehen werden. Sie sollte nur dann erfolgen, wenn sie wirklich notwendig ist. Warmes Wasser schädigt die Haut mehr als kaltes. Man sollte möglichst kaltes Wasser ohne Waschmittel verwenden. Bei Verunreinigungen sollten waschaktive Substanzen verwendet werden. Zur Pflege trockener Haut sollten Ölbäderzusätze verwendet werden. Das Abreiben mit Franzbranntwein fördert die Durchblutung ebenso wie jede Art von Aktivität – auch im Liegen.

Als weiteres Mittel gibt es die beruhigende Körperwaschung. Diese dient der Entspannung des Patienten. Bei aufgeregten und nervösen Patienten fördert sie den Schlaf.

Umgekehrt kann auch die belebende Körperwaschung eingesetzt werden. Es kann hierbei auch stimulierend gewaschen werden. Die Wassertemperatur sollte ca. 25 % - 28 % betragen und gewaschen werden sollte entgegen der Haarrichtung. Als Folge wird der Patient in einen wachen, aktiven und aufnahmefähigen Zustand versetzt werden.

 

5.    Dekubitusprophylaxe -  Ernährung

Eine ausgewogene vollwertige Ernährung verhindert die Entstehung eines Dekubitus. Besonders wichtig ist die Zufuhr von Vitamin A  und Mineralstoffen. Die Heilung einer Wunde schreitet nicht voran, wenn die Mineralstoffe Natrium, Zink, Calcium, Phosphor und Chlor fehlen.

  

6.    Dekubitusprophylaxe – Bettklima

Eine extreme Feuchtigkeit im Bett ist nicht nur sehr unangenehm, sie fördert auch Erkältungen und Verspannungen. Letztendlich sorgt sie zum Aufquellen der obersten Hautschicht und damit für die die Möglichkeit einer Dekubitusentstehung.

Zu denken ist allerdings auch an atmungsaktive Bett- und Nachtwäsche sowie an eine flüssigkeitsabsorbierende Matratze. Spezielle Silikongel –oder Wassermatratzen verteilen das Gewicht.

Für die Anwendung von Inkontinenzmitteln gilt: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Durch sie kann Wärme gestaut werden und damit Feuchtigkeit entstehen. Lieber sollten Inkontinenzvorlagen häufiger gewechselt werden.



 

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