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4.
Dekubitusprophylaxe – Hautpflege
Die
Hautpflege ist ein wichtiger weiterer Bestandteil der Dekubitusprophylaxe. Wichtig ist, die Haut mindestens einmal
täglich genau zu untersuchen, weil sich schwere Gewebeschäden innerhalb kurzer
Zeit bilden können. Ziel der Hautpflege ist eine intakte Haut, da
vorgeschädigte Haut das Dekubitusrisiko
erheblich erhöht.
Die
Haut sollte sauber und trocken gehalten werden.
Grundsätzlich
greift der Wasserkontakt den natürlichen Schutz der Haut an. Deshalb sollte die
Pflegeperson genau abwägen wie und ob der Patient gewaschen werden soll. Die Waschung
sollte ausschließlich unter dem Reinigungsaspekt gesehen werden. Sie sollte nur
dann erfolgen, wenn sie wirklich notwendig ist. Warmes Wasser schädigt die Haut
mehr als kaltes. Man sollte möglichst kaltes Wasser ohne Waschmittel verwenden.
Bei Verunreinigungen sollten waschaktive Substanzen verwendet werden. Zur
Pflege trockener Haut sollten Ölbäderzusätze verwendet werden. Das Abreiben mit
Franzbranntwein fördert die Durchblutung ebenso wie jede Art von Aktivität –
auch im Liegen.
Als
weiteres Mittel gibt es die beruhigende Körperwaschung. Diese dient der
Entspannung des Patienten. Bei aufgeregten und nervösen Patienten fördert sie
den Schlaf.
Umgekehrt
kann auch die belebende Körperwaschung eingesetzt werden. Es kann
hierbei auch stimulierend gewaschen werden. Die Wassertemperatur sollte ca. 25
% - 28 % betragen und gewaschen werden sollte entgegen der Haarrichtung. Als
Folge wird der Patient in einen wachen, aktiven und aufnahmefähigen Zustand
versetzt werden.
5.
Dekubitusprophylaxe -
Ernährung
Eine ausgewogene vollwertige
Ernährung verhindert die Entstehung eines Dekubitus.
Besonders wichtig ist die Zufuhr von Vitamin A und Mineralstoffen. Die Heilung einer Wunde
schreitet nicht voran, wenn die Mineralstoffe Natrium, Zink, Calcium, Phosphor
und Chlor fehlen.
6.
Dekubitusprophylaxe – Bettklima
Eine extreme Feuchtigkeit im
Bett ist nicht nur sehr unangenehm, sie fördert auch Erkältungen und
Verspannungen. Letztendlich sorgt sie zum Aufquellen der obersten Hautschicht
und damit für die die Möglichkeit einer Dekubitusentstehung.
Zu denken ist allerdings
auch an atmungsaktive Bett- und Nachtwäsche sowie an eine
flüssigkeitsabsorbierende Matratze. Spezielle Silikongel –oder Wassermatratzen
verteilen das Gewicht.
Für die Anwendung von
Inkontinenzmitteln gilt: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Durch sie
kann Wärme gestaut werden und damit Feuchtigkeit entstehen. Lieber sollten
Inkontinenzvorlagen häufiger gewechselt werden.
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